Team GEO 600

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DescriptionGEO600 ist ein Gravitationswellendetektor auf Basis eines Michelson-Interferometer mit 600m Schenkellänge in Ruthe bei Hannover, der Gravitationswellen messen und dadurch neue Einblicke ins Universum ermöglichen soll.



GEO 600 ist ein deutsch-britisches Gemeinschaftsprojekt und wurde 1995 eingerichtet, Testläufe fanden im Sommer 2002 und Ende 2003 statt. 2005/06 soll der reguläre Betrieb aufgenommen werden.
Betrieben wird GEO600 vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam, gemeinsam mit der Universität Hannover und britischen Forschern von den Universitäten Cardiff und Glasgow.

Funktionsweise:
GEO600 besteht aus neun Containerhütten mit hochmoderner Lasertechnik und zwei jeweils 600 Meter langen, mit Wellblech abgedeckten Gräben, einem Filterbauteil und einem starken Laser. Letzterer schickt einen etwa drei Watt starken Lichtstrahl über einen Strahlteiler durch die im Winkel von 93 Grad angeordneten Röhren.



An deren Ende werden die Strahlen reflektiert, treffen am Strahlteiler wieder zusammen und werden dann auf der Fotodiode des Interferometers detektiert. Die Laufzeitunterschiede des Lichts aus den beiden Röhren geben über die Stauchungen der Raumzeit Auskunft. Die Messungen müssen sehr genau sein, um die winzigen Schwankungen in der Raumzeit feststellen zu können.



Die großen Herausforderungen bestehen darin, die vielen Störquellen, die ein Signal verdecken würden, auszuschalten. Dazu gehören zum Beispiel Luftdruck- und Temperaturschwankungen, sowie Bodenerschütterungen aller Art. Zu diesem Zweck wurden bestehende Technologien wie Laserstabilisierung, absorptionsarme Optiken, Regelungstechnik, Schwingungsdämpfung und Datenverarbeitung (pro Tag etwa 80 GB) weiterentwickelt. Durch zusätzliche Spiegel werden sowohl Laserlicht als auch Signal jeweils mehrfach konstruktiv mit sich selbst überlagert und so verstärkt (Duales Recycling).



Die Lichtleistung am Strahlteiler beträgt etwa 3 kW. Zu den wegweisenden Entwicklungen von GEO600 gehört außerdem die Aufhängung der Spiegel an Glasfasern. Weiterhin werden die Endspiegel durch aktive Schwingungsdämpfer und durch eine dreistufige Pendelaufhängung von seismischen Störungen isoliert.

Technische Daten:
Vakuumrohr: 2 x 600 m Länge, 60 cm Durchmesser, 0,8 mm Dicke
Vakuum: Druck 10 -8 mbar
Laser: diodengepumpter Nd:YAG-Laser bei 1064 nm
Laserleistung: 10 W Ausgangsleistung (Einmodenbetrieb)
Leistungsverstärkung: bis zu 10 kW
Signalverstärung: bis zu 100fach
Optik: Quarzglaspiegel mit 25 cm Durchmesser
Frequenzbereich: 50 Hz bis 2 kHz, Bandbreite 60 Hz bis 1 kHz
Relative Empfindlichkeit: 10 -21 für pulsförmige Signale
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CountryGermany
TypeUniversity or department
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